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Muskeltraining im Alter. 4 Gründe warum du sofort starten solltest!

Muskeltraining

Warum es nie zu spät für Muskeltraining ist – 4 gute Gründe

Die quergestreifte Skelettmuskulatur Deines Körpers ist ein wahres Wunderwerk. Viele Menschen verbinden mit Muskeltraining einen durchtrainierten Körper und verzichten selbst darauf, körperlich aktiv zu werden. Ein großer Fehler, denn der Körper profitiert in vielerlei Hinsicht von einer gut trainierten Muskulatur. Nicht nur optisch macht ein gut trainierter Körper etwas her, sondern zahlreiche Körperfunktionen und sogar die Psyche gewinnen mit jedem Muskeltraining.

Deine Muskel reagieren bis zum Tod auf Muskeltraining

Forscher konnten zeigen, dass 1% der Muskeln ab dem 40igsten Lebensjahr jährlich abgebaut werden, wenn sie nicht genutzt werden. Während dieser Muskelabbau in der ersten Lebenshälfte weder stört oder massiv auffällt, ist fehlende Muskulatur im Alter häufig ein Problem und stellt viele Menschen vor größere Probleme im Alltag. Bis zum 80. Lebensjahr baut der Körper 40 % Muskelmasse ab, wenn diesem Abbau nicht aktiv mit Muskeltraining entgegen gesteuert wird.
Doch dieser Prozess des Muskelabbaus kann durch gezieltes Muskeltraining aufgehalten werden. Die Muskulatur ist das gesamte Leben lang anpassungsfähig. Während Senioren bis vor einigen Jahren nur Ausdauertraining angeraten wurde, geht der Trend der Mediziner ganz klar zu angepasstem Muskeltraining.

Im Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel zwar und die Muskulatur wird langsamer aufgebaut, doch die Muskeln reagieren in jedem Lebensalter auf Reize von außen.

Es ist längst an der Zeit Muskeltraining nicht mehr nur als Sport zu verstehen, der im Fitnessstudio ausgeübt wird und unweigerlich zu einem „aufgepumpten“ Körper führt. Muskeltraining hat viel eher einen medizinischen Nutzen und sollte entsprechend genutzt werden. Wer auf Muskeltraining verzichtet, weil er es verurteilt und als nicht notwendig erachtet, der schadet langfristig seinem Körper. Starte mit dem Muskeltraining in einem Fitnessstudio und lass dich durch einen ausgebildeten Fitnesstrainer beraten.

Starke Muskeln bedeuten mehr Lebensqualität

Lebensqualität ist eine Bezeichnung für den Zustand, der das subjektive Wohlbefinden ausdrückt. Je mehr Lebensqualität ein Mensch hat, desto zufriedener und glücklicher ist er. Eine große Vielzahl von Faktoren haben maßgeblich Einfluss auf Deine Lebensqualität. Muskeltraining kann nicht jeden einzelnen Faktor beeinflussen, ist aber entscheidend für den gesundheitlichen Zustand und die subjektiv wahrgenommen Zufriedenheit mit dem eigenen Leben.
Mehr Muskelkraft durch gezieltes Muskeltraining stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch den Geist. Die Hirnleistung wird durch Muskeltraining angeregt und die Psyche profitiert von einer Reihe von biochemischen Prozessen, ausgelöst durch das Muskeltraining.

Bekannt ist den meisten Menschen, dass beim Sport Endorphin und Dopamin ausgeschüttet wird. Beide Hormone sind als Glückshormone bekannt und sorgen für ein positives und zufriedenes Gefühl. Sport, bei dem der Körper an seine persönliche Leistungsgrenze getrieben wird, ist zwar anstrengend, wird aber gleichzeitig als äußerst befriedigend wahrgenommen.
Neben der Ausschüttung der beiden Hormone wird beim Muskeltraining das Myokin BDNF (Brain Derived Neurotropic Factor) vermehrt zum Wachstum angeregt. Ist der Energie-Stoffwechsel erhöht und es wird vermehrt Laktat ausgeschüttet.
BDNF wirkt unter anderem gegen eine Vielzahl von Nervenerkrankungen, aber auch gegen psychische Krankheiten wie Depressionen.

Neben den mentalen Auswirkungen ist es aber vor allem die Gesundheit, die vom Muskeltraining funktioniert und damit einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität hat.

Muskeln verbrennen Kalorien

Muskeln sind wahre Fettkiller. Nicht umsonst gilt der Grundsatz, je mehr Muskeln ein Mensch besitzt, umso höher ist sein Grundumsatz. Drei Kilo Muskelmasse verbrennen durchschnittlich 100 kcal am Tag.
Der Grundumsatz berechnet sich aus der Energie, die der Körper braucht, um alle lebenserhaltenden Tätigkeiten durchführen zu können. Dazu zählen die Atmung, Verdauung, Organ- und Muskeltätigkeiten und ist immer abhängig vom Alter, Gewicht, Geschlecht und dem Trainingszustand. Der Grundumsatz ist folglich eine Anzahl an Kalorien, die der Körper braucht, völlig egal ob jemand den ganzen Tag im Bett verbringt oder sich aktiv bewegt. Sportliche Aktivitäten wie laufen oder Muskeltraining werden zu diesem Grundumsatz hinzu addiert und als Arbeits- beziehungsweise Leistungsumsatz bezeichnet.

Durch gezieltes Muskeltraining kann der Grundumsatz erhöht werden. In den einzelnen Muskeln sind eine Reihe von Mitochondrien, die als Kraftwerke der Muskeln bezeichnet werden. In den Mitochondrien wird Fett und Zucker sinnvoll umgewandelt. Je besser trainiert die Muskulatur folglich ist, umso mehr Mitochondrien sind vorhanden, die dafür sorgen, dass der Grundumsatz deutlich höher ist im Vergleich zu einem nicht trainierten Menschen. Muskeltraining hat daher nicht nur aktiv, sondern auch im Ruhezustand einen fettverbrennenden Effekt.

Viele Menschen nehmen mit Mitte oder Ende 20 immer mehr zu, obwohl sie an ihrer Ernährung nichts ändern. Schuld ist der bereits erwähnte Abbau von Muskelmasse, der völlig natürlich ist. Der Grundumsatz sinkt schleichend, die Ernährung wird allerdings nicht angepasst. Muskeltraining kann an dieser Stelle Abhilfe schaffen.

Muskeltraining ist sehr gesund für Körper und Geist

Es ist allerdings nicht nur der erhöhte Grundumsatz und die Ausschüttung von Endorphinen, die für deutlich mehr Lebensqualität sorgen. Erst 2007 haben Forscher herausgefunden, dass in der Muskulatur hormonähnliche Botenstoffe gebildet werden, die einen positiven Einfluss auf den gesamten Körper haben. Diese sogenannten Myokine werden allerdings nur dann gebildet, wenn sich die Muskeln aktiv bewegen. Muskeltraining ist daher unerlässlich, wenn Du von der positiven Wirkung der Myokine profitieren möchtest. Bisher konnten im Körper über 400 verschiedene Arten von Myokinen identifiziert werden.

Die Signalstoffe sind wahre Alleskönner. Sie sind in der Lage Stoffwechselvorgänge zu aktivieren, sorgen für die Vermehrung von Blutgefäßen und Muskulatur, sogar die Gehirnfunktion und -struktur profitiert. Zu guter Letzt steuern Myokine die Verteilung von Fett und sind maßgeblich für den Abbau von Fett verantwortlich. Zusätzlich haben sie eine antientzündliche Funktion und können daher vor allem einer Reihe von chronischen Krankheiten entgegensteuern, Darunter fallen beispielsweise Demenz, Diabetes oder Depressionen.
Durch die hormonähnlichen Eigenschaften der Myokine sind diese außerdem in der Lage, die komplexen Stoffwechselvorgänge des Körpers zu verändern. Das kann zu einer Umstrukturierung im gesamten Körper führen, den Energiebedarf steigern und daher sogar beim Abnehmen helfen.
Muskeltraining ist daher nicht nur für Koordination und Kraft sehr wichtig, sondern der gesamte Körper profitiert davon, wenn Du zwei- bis dreimal die Woche sportlich aktiv wirst und Deine Muskeln beanspruchst.

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