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Sport gegen Stress: Mit Training zu mehr Lebensqualität

Sport gegen Stress

Sport gegen Stress: Mit Training zu mehr Lebensqualität

Sport gegen Stress, das ist eigentlich ein uralter Instinkt: Bedrohlicher Stress löst körperliche Vorgänge aus, die uns im Notfall beim Überleben helfen. Leider hat unser modernes Leben uns bequem gemacht. Statt dass wir uns nämlich bewegen, bleiben wir nach einem heftigen Streit lieber im Bürostuhl sitzen.
Die Folge: körperliche Krankheiten bis hin zum Burn-out. Wie kann gezieltes Training da helfen?

Was ist Stress und wie entsteht er?

Sport gegen Stress? Das klingt nach einer einfachen Rechnung. Wie sollte Joggen gegen einen heftigen Streit mit Chef oder Partner helfen? Um das zu verstehen, müssen wir uns Stress genauer ansehen.

Stress ist mehr als Ärger. Stress ist unsere Reaktion auf eine Bedrohung. Dieser tief verwurzelte Instinkt stammt aus einer grauen Vorzeit. Damals ging es vorwiegend um wilde Tiere, fand die Forschung heraus. Wer dem berüchtigten Säbelzahntiger begegnete, dem blieben nämlich nur zwei Möglichkeiten: Kampf oder Flucht. Noch heute, lange nach den Neandertalern, macht sich der Körper bereit für eine solche Reaktion. Egal nämlich, wie unser Vorfahr sich entschied, er brauchte vor allem eines: viel Energie für die kommende rasche Bewegung.

Bis heute läuft darum in unserem Körper bei Stress Folgendes ab: Nahezu alle Stoffwechselvorgänge fahren herunter, damit möglichst viel Energie bereitsteht. Bekannt ist das als die berühmte „Schrecksekunde“. Darauf folgt die logische Reaktion: Alarm, das heisst wir aktivieren alle für die Bewegung nötigen Botenstoffe. So wird unser Herzschlag schneller und der Blutdruck steigt. Zusätzlich pumpen wir Blut in die Muskeln. Die anschliessende Handlungsphase kann dann all diese Vorbereitungen für einen Erfolg nutzen. Nachdem die Gefahr vorüber ist, erholen wir uns: Die Hormone normalisieren sich, wir fühlen uns erschöpft, Energiereserven sollten aufgefüllt werden.

Stress in unserer Zeit

Kaum ein moderner Mensch kann auf Stress adäquat reagieren. Darunter leidet unsere Lebensqualität. Adäquat hiesse nämlich, bei empfundener Bedrohung unmittelbar körperlich aktiv zu werden. Schon ein normales Büro setzt dem offensichtliche Zwänge entgegen. Darum ist auch Sport gegen Stress so hilfreich: Als Training nach einem harten Arbeitstag bietet es sich geradezu an.

Obwohl zudem die grundlegenden Vorgänge im Körper bei allen Menschen gleich sind, reagiert jeder Mensch ein wenig anders auf bestimmte Situationen. Was der eine als belastend empfindet, beflügelt den anderen. Demzufolge gibt es auch unterschiedliche Methoden, sich beim Training zu entspannen: Manch einem verhilft Kung-Fu zu mehr Lebensqualität. Ein anderer klettert auf hohe Berge. Ganz sicher hat jede Art von Sport gegen Stress ihre Berechtigung.

Sport gegen Stress mit Kraft- und Ausdauertraining

Ausdauer- und Krafttraining eignen sich jedoch besonders für die Stressbewältigung. Das liegt vor allem an der intensiven Bewegung, die mit diesem Training verbunden ist. Beim Krafttraining kann man sich darüber hinaus sogar in einem wahren „Kraftakt“ abreagieren. Das allein kann schon für mehr Lebensqualität sorgen. Welche Vorteile die beiden Arten von Sport gegen Stress sonst noch haben, zeigt die folgende Übersicht.

Sport gegen Stress: Kraft …

  • hilft, zu entspannen. Beim Training lässt es sich gut abschalten. Das steigert die Konzentration und sorgt für intensive, aktive Erholung.
  • steigert das Selbstbewusstsein. Neben dem verbesserten Wohlgefühl helfen mehr Muskeln häufig auch, sich besser durchzusetzen. So lassen sich viele Stresssituationen von vornherein vermeiden.
  • regt geistige Fitness an. Ein gut durchblutetes Gehirn sorgt für mehr Wachheit, ein aktiveres Leben und somit für mehr Lebensqualität.

Sport gegen Stress: Ausdauer …

  • setzt Endorphine und Serotonin frei. Das sind körpereigene Botenstoffe, die nach circa 30 bis 60 Minuten ausgeschüttet werden. Sie sollen im Ernstfall helfen, den Körper über sehr lange Zeit zu bewegen, unterdrücken also ganz normale Erschöpfungssymptome. Die Folge: Stimmungsaufhellung, der Sportler fühlt sich entspannter. Weitere Auswirkungen von Ausdauersport auf Stress ähneln denen des Krafttrainings.

Ausdauer oder Kraft – welches ist der beste Sport gegen Stress?

Sport gegen Stress in freier Natur hilft besonders gut beim Entspannen. Hier bietet sich Joggen als Training geradezu an. Wer die Sinne ablenkt, oder auch nur Musik beim Laufen hört, vergisst rasch die Belastungen des Alltags. Zudem hilft Ausdauertraining, Deine Melatoninproduktion zu steigern – das lässt Dich nachts besser schlafen. Schlafen, anstatt zu grübeln – ein weiterer Pluspunkt im Kampf gegen den Stress.

Zudem stärkt solch ein Training das Herz-Kreislaufsystem, auch das Immunsystem generell. Während Stressgeplagte also anfälliger für Krankheiten sind, ist das bei Joggern oder Walkern anders. Mit der verbesserten Ausdauer insgesamt kommt auch das erhöhte Wohlbefinden: Du wirst widerstandsfähiger, steckst Rückschläge besser weg, Deine Lebensqualität verbessert sich.

Weshalb aber laufen dann nicht einfach alle Menschen durch den Wald?

Abgesehen von verschiedenen Vorlieben gibt es vor allem einen Grund, Krafttraining mit Ausdauer zu verbinden: Krafttraining kann etwas, das Ausdauer allein nicht schafft. Jedenfalls nicht in diesem Ausmass.

In unseren Muskeln gibt es einen Stoff, der beim Training der Muskeln gebildet wird. Je mehr Kontraktion, je mehr Muskeln, desto mehr dieses Botenstoffes bildest Du. Das Besondere daran: Myokine, wie der Stoff heisst, haben heilende Wirkung auf den Körper. Um Muskeln aufzubauen sollte dabei auf eine ausreichende Protein Einnahme geachtet werden.

Ausserdem kann Krafttraining als Sport gegen Stress aktiv Verspannungen lösen. Sie sind selten Ursache, häufig aber Symptom bei Stress. Verschwinden sie, sorgt das für mehr Lebensqualität. Ebenso Rückenschmerzen: Auch sie lassen sich mit gezieltem Training lindern, weil bestimmte Muskelgruppen gestärkt werden, die für den Rücken wichtig sind.

Mit Sport gegen Stress für mehr Lebensqualität – ganz einfach?

Auch bei hoher Belastung hilft nicht immer viel Sport gegen Stress. Darum wäre es keine gute Idee, einfach möglichst lange zu laufen und sechsmal die Woche ein Fitnessstudio zu besuchen. Beide Trainingsarten haben es in sich: Sie schaden bei falscher Anwendung mehr als sie helfen. Auch Sport gegen Stress solltest Du langsam angehen!

Zudem sollten wir nur den Sport gegen Stress treiben, der uns liegt. Wer sich einfach nicht gern über längere Strecken quält, der ist mit gesundem Krafttraining besser beraten. Ein prima Sport gegen Stress ist es allemal! Und so ein Training hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden. Effektiv sorgt darum nur der Sport gegen Stress für mehr Lebensqualität, der zielgerichtet auf die eigenen Voraussetzungen eingeht.

Mehr Lebensqualität heisst auch: Nichts überstürzen! Ein guter Trainer hilft beim Erstellen eines individuellen Trainingsplans. Ein Arzt hingegen berät vor allem ältere Anfänger, welche Sportart überhaupt für sie infrage kommt. Erst wenn das alles zusammenpasst, ist es sinnvoll, mit Sport gegen Stress zu beginnen.