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Die Atmung beim Krafttraining. Warum darauf achten solltest!

Atmung beim Krafttraining

Die Atmung beim Krafttraining – Warum Du darauf achten solltest!

Die richtige Atmung beim Krafttraining ist unerlässlich. Bei aeroben Aktivitäten wie Laufen oder Schwimmen sorgt ein gutes Atmungsmuster dafür, dass die arbeitenden Muskeln optimal den Sauerstoff erhalten, den sie für die Energieproduktion teilweise benötigen. Die Atmung beim Krafttraining spielt aber auch eine erhebliche Rolle.

Es gibt so viel zu beachten, wenn Du Gewichte hebst. Du musst die Geschwindigkeit des Gewichts steuern, damit Du den Schwung nicht nutzt. Bei so viel Konzentration auf das Gewicht und die Bewegungsabläufe kann es schnell passieren, dass „kleine Dinge“ wie das richtige Atmen vergessen werden. Es mag logisch und selbstverständlich klingen, aber das Wichtigste ist, sicherzustellen, dass Du atmest und nicht den Atem anhältst. Das Anhalten des Atems beim Krafttraining kann möglicherweise gefährlich sein, insbesondere wenn Du gerade mit dem Krafttraining beginnst oder an Bluthochdruck oder Herzerkrankungen leidest.

Was passiert, wenn Du die Atmung beim Krafttraining vergisst?

Manche Menschen sind so sehr damit beschäftigt, das Gewicht zu heben, dass sie die Atmung beim Krafttraining vergessen. Sie atmen unwissentlich extrem tief ein und halten dann die Luft an. Das Anhalten der Atmung beim Krafttraining wird als Valsalva Manöver bezeichnet. Dies mag zwar nicht nach einem ernsthaften Problem klingen, ist es aber. Wenn Du ein schweres Gewicht mit angehaltenem Atem anhebst, erhöht sich der Druck in Deiner Bauchhöhle. Dadurch werden im schlimmsten Fall die Venen, die durch Deinen Brustkorb verlaufen, unter Druck gesetzt und kollabieren.

Warum ist es ein Problem, wenn Du die Atmung beim Krafttraining vergisst?

Das Anhalten der Atmung beim Krafttraining verringert den Blutfluss zurück zum Herzen. Da weniger Blut Dein Herz erreicht, sinkt das Schlagvolumen bzw. die Menge an Blut, die Dein Herz mit jedem Schlag ausstößt. Dies führt zu einem Blutdruckabfall und einer verminderten Durchblutung des Gehirns. In diesem Fall sind möglicherweise Schwindel, Benommenheit, bis hin zu Ohnmacht die Folgen.
Eine im Journal of Applied Physiology veröffentlichte Studie ergab, dass Personen, die den Atem anhielten, während der Übung einen durchschnittlichen Blutdruck von 320/250 mmHg hatten.

Sobald Du wieder atmest, ist es, als würde ein gedehntes Gummiband freigegeben. Dein Blutdruck steigt schnell auf ein Niveau über dem, was es eigentlich sein sollte. Wenn Du einen hohen Blutdruck oder nicht diagnostizierte Herzprobleme hast, kann dieser plötzliche Blutdruckanstieg gefährlich sein. Er kann sogar Deine Sicht beeinträchtigen. Vergisst Du die Atmung beim Krafttraining, steigt der Druck in den Blutgefäßen hinter Deinen Augen plötzlich an. Bei ausreichendem Schweregrad können Kapillaren platzen und zu Netzhautblutungen führen.

Normalerweise funktioniert die Atmung beim Krafttraining automatisch

Das Atmungszentrum Deines Gehirns sendet automatisch Nachrichten an Deine Atemmuskeln und teilt ihnen mit, wann sie atmen müssen. Dies geschieht automatisch. Du musst im Normalfall nicht bewusst über die Atmung beim Krafttraining nachdenken. Das Gehirn nimmt beim Sport einen Anstieg von Kohlendioxid und Laktat – ein Stoffewechselzwischenprodukt – im Blut wahr und weist entsprechend die Atemmuskeln an, die Geschwindigkeit und Tiefe des Atemvorgangs zu erhöhen. So kann die korrekte Atmung beim Krafttraining zusätzliches Kohlendioxid ablassen und den arbeitenden Muskeln zusätzlichen Sauerstoff zuführen.

Hauptsache Du vergisst die Atmung beim Krafttraining nicht

Die meisten Fitnesstrainer empfehlen, während des konzentrischen Gewichthebens, wenn sich der Muskel zusammenzieht oder wenn Du das Gewicht gegen die Schwerkraft hebst, auszuatmen und einzuatmen, wenn Du das Gewicht senkst – also in der exzentrischen Phase.
Das ist zwar ein guter Rat – aber das Wichtigste ist, dass Du überhaupt atmest. Dies ist ein weiterer Grund, warum es wichtig ist, sich auf das Heben von Gewichten zu konzentrieren, anstatt sich Gedanken über Alltagsprobleme oder ähnliches zu machen.
Erstens wird Dir das abgelenkt sein sowieso nichts viel bringen, was Dein Training angeht und noch dazu riskierst Du Verletzungen, wenn Du den Fokus verlierst. Konzentriere Dich darauf, während jeder Hebephase gleichmäßig zu atmen. Wenn ein Gewicht so schwer ist, dass Du den Atem anhalten musst, um es anzuheben, wähle ein leichteres.

Eine Gruppe, der Du Dich definitiv nicht anpassen möchtest, sind die sogenannten Powerlifter. Einige Kraftsportler stoppen absichtlich die Atmung beim Krafttraining, wenn sie ein schweres Gewicht heben. Auf diese Weise erhöhen sie den Druck in ihrer Bauchhöhle, um ihre Wirbelsäule beim Heben besser zu stützen. Sogar erfahrene Powerlifter haben manchmal „Komplikationen“, wie die eben beschriebenen Netzhautblutungen. Nicht nachmachen!

Unterm Strich: Die Atmung beim Krafttraining ist essentiell!

Es gibt eine Menge zu beachten, wenn Du Gewichte hebst, aber die richtige Atmung darf unter keinen Umständen ignoriert werden. Der alte Ratschlag, beim Heben auszuatmen und beim Absenken einzuatmen, ist weniger wichtig als nur daran zu denken, den Atem nicht anzuhalten. Also lass Deine Gedanken nicht schweifen. Konzentriere Dich auf Dein Training, auf die Atmung und auf eine gute Bewegungsausführung. Es ist sicherer, wenn Du dich auf die Atmung beim Krafttraining konzentrierst.

Viel Spass dabei!